-»Diese Ausgabe ist für Browser ohne zureichende CSS-Unterstützung gedacht und richtet sich vor allem an Sehbehinderte. Alle Inhalte sind auch mit älteren Browsern voll nutzbar. Für eine grafisch ansprechendere Ansicht verwenden Sie aber bitte einen modernen Browser wie z.B. Mozilla 1,4 oder Internet Explorer 6.«-
Beginn Inhaltsbereich
Die Schweizer Wirtschaft spürt im Frühling 2013 den Rückenwind der internationalen Finanzmärkte und der sich anbahnenden weltwirtschaftlichen Belebung. Angesichts einer weiterhin stabilen Inlandkonjunktur und des sich aufhellenden Ausblicks für die Exportwirtschaft stehen die Chancen für ein anziehendes Wirtschaftswachstum im Verlauf dieses und des nächsten Jahres gut.
Die Expertengruppe des Bundes rechnet für 2013 mit einem noch relativ moderaten BIP-Wachstum von 1,3 Prozent und für 2014 mit einer Beschleunigung auf 2,1 Prozent. Die Risiken für die Konjunktur sind jedoch nicht verschwunden: Die dauerhafte Bewältigung der Schuldenkrise im Euroraum stellt eine schwierige Aufgabe dar. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, trotz der tiefen Wirtschaftskrise in den südlichen Euroländern und der daraus resultierenden Risiken für die politische Stabilität, den sozialen Zusammenhalt in diesen Ländern nicht zu gefährden. Darüber hinaus muss das wieder gewonnene Vertrauen der Finanzmärkte noch weiter gestärkt werden, damit die Grundlage für dauerhaftes Wachstum in der Eurozone geschaffen wird.
Leicht steigende Arbeitslosigkeit
Die schwächere Konjunktur führte im vergangenen Jahr zu einer leichten Verschlechterung am Arbeitsmarkt. Das Beschäftigungswachstum blieb zwar positiv, schwächte sich aber zum Jahresende hin ab. Die Arbeitslosigkeit nimmt seit anfangs 2012 langsam zu. Trotz der aufgehellten Konjunkturperspektiven zeichnet sich für den Arbeitsmarkt vorerst noch keine positive Wende ab. In der Industrie könnte der Beschäftigungsabbau, der im zweiten Halbjahr 2012 einsetzte, vorerst noch anhalten, ehe nach mehreren schwierigen Jahren wieder eine Erholung einsetzt. Zudem dürften die Umstruktierungen im Bankensektor den Arbeitsmarkt noch weiter belasten. Insgesamt rechnet die Expertengruppe für die Arbeitslosigkeit noch bis Ende dieses Jahres mit einer Zunahme und anschliessend einer Stabilisierung, was im Jahresdurchschnitt Arbeitslosenquoten von jeweils 3,3% für 2013 und 2014 entspricht.
Massnahmen von Nationalbank und Bundesrat im 2011
Entscheidend trägt die Wechselkursuntergrenze der Schweizerischen Nationalbank (SNB) zum Euro dazu bei, die Rahmenbedingungen für die Exportwirtschaft stabil und voraussehbar zu halten und so die gesamtwirtschaftliche Konjunktur zu stützen. Die SNB legte am 6. September 2011 einen Mindestkurs von 1.20 Franken pro Euro fest.
Flankierend zum Entscheid der Nationalbank hatte der Bundesrat am 31. August 2011 ein Massnahmenpaket 2011 im Umfang von 870 Millionen Franken beschlossen, um den Wirtschaftsstandort Schweiz zu stützen. Die Finanzierung dieser Massnahmen hiess das Parlament in der Herbstsession 2011 gut. Bereits am 16. Februar 2011 hatte der Bundesrat erste Massnahmen beschlossen.
Wachstumspolitik weiterführen
Mit besonderem Nachdruck verfolgt der Bundesrat ausserdem alle längerfristigen wachstumspolitischen Massnahmen weiter. Im Fokus steht neben der internationalen Öffnung (Beziehungen zur EU, Abschluss von Freihandelsabkommen mit dynamischen Schwellenländern) insbesondere mehr Wettbewerb im Binnenmarkt: Breit angelegte Reformen (z.B. Fortsetzung der Gesundheitsreform, Weiterentwicklung der Agrarpolitik) sollen vor allem in diesen Sektoren die Arbeitsproduktivität erhöhen.
Ende Inhaltsbereich