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MedienmitteilungVeröffentlicht am 2. April 2026

Die Bundesanwaltschaft erzielt 2025 bedeutende Ergebnisse und trägt zur Stärkung der inneren Sicherheit bei

Bern, 02.04.2026 — 2025 konnte die Bundesanwaltschaft (BA) wichtige Ergebnisse in der Strafverfolgung in allen Bereichen der Bundesgerichtsbarkeit erzielen. Im Fokus stand im vergangenen Jahr die innere Sicherheit der Schweiz, wie die Festnahme einer Person im Zusammenhang mit Sprengsätzen in Genf und die Vereitelung eines mutmasslichen dschihadistisch motivierten Terroranschlags verdeutlichen. Diese Ergebnisse sind der engen Zusammenarbeit verschiedener Behörden auf nationaler und internationaler Ebene zu verdanken.

In Genf wurden zwischen August 2024 und Januar 2025 mehrere Personen durch Detonationen von unkonventionellen Sprengsätzen verletzt. Nach Monaten umfangreicher Ermittlungen konnte der Täter festgenommen werden (Medienmitteilung der BA vom 12. März 2025). Entscheidend war dabei die enge, sehr gute Zusammenarbeit aller beteiligten Behörden. Das Strafverfahren der BA dauert an.

Dank intensiver Ermittlungen konnten 2025 wichtige Fortschritte bei der Terrorismusbekämpfung erzielt und eine konkrete Terrorbedrohung frühzeitig erkannt und abgewendet werden. So geschehen im Fall eines 18-jährigen Deutschschweizers, gegen den die BA mittlerweile Anklage unter anderem wegen der Unterstützung einer terroristischen Organisation und strafbarer Vorbereitungshandlungen zu Mord erhoben hat (Medienmitteilung der BA vom 12. März 2026). Die steigende Zahl der Verfahren im Bereich Terrorismus verdeutlicht, dass die Strafverfolgungsbehörden im nationalen und internationalen Verbund hier weiterhin stark gefordert sind.

Im Bereich der Sprengungen von Bankomaten konnte die BA ebenfalls gemeinsam mit den Partnerbehörden wichtige Ergebnisse erzielen: Sie erhob in mehreren Fällen Anklage und erwirkte in der Folge Verurteilungen. Weil die Täter meist grenzüberschreitend operieren, ist die Verfolgung der Straftaten aufwendig, wird aber trotzdem immer effektiver. Die konsequente Strafverfolgung hat dazu beigetragen, die Zahl der Geldautomatensprengungen 2025 gegenüber dem Vorjahr um die Hälfte zu reduzieren.

Um knapp einen Drittel zugenommen hat hingegen im vergangenen Jahr die Zahl der Strafanzeigen aufgrund von Delikten gegen Beamte, zu denen beispielsweise Mitarbeitende des öffentlichen Verkehrs und des Zolls zählen. Insgesamt sind in diesem Bereich 576 Strafanzeigen eingereicht worden.

Ermittlungsergebnisse dank internationaler Kooperation – Engagement für integren
Finanzplatz

Kriminalität kennt keine territorialen Grenzen. Vor diesem Hintergrund ist die internationale Zusammenarbeit eine Notwendigkeit. Der Austausch von Ermittlungsergebnissen und koordinierte Fahndungsaktionen sind gerade auch in den Bereichen Cyber- und Wirtschaftskriminalität von hoher Bedeutung. Dies verdeutlichen etliche Fälle aus den Bereichen Cyberkriminalität, Geldwäscherei und internationale Korruption, die die BA im vergangenen Jahr verfolgt hat. So wurden mehrere kriminelle Hackergruppen identifiziert und Verhaftungen sowie Verurteilungen erwirkt. Zudem führte die Anklage der BA wegen Betrugs mit sogenannten falschen Banktechnikern zu einer Verurteilung in erster Instanz. Die BA verurteilte ausserdem verschiedene fehlbare Banken per Strafbefehl. Dieser Fokus trägt dazu bei, den Finanzplatz Schweiz zu schützen und unsaubere Geschäftspraktiken einzudämmen.

In diesem Kontext hat die BA gemeinsam mit den Strafverfolgern des Vereinigten Königreichs und Frankreichs eine Allianz vereinbart, um internationaler Korruption noch besser begegnen zu können (Medienmitteilung der BA vom 20.3.2025).

Stärkung der inneren Sicherheit bleibt Priorität

Die BA setzt weiterhin auf eine Kombination aus gezielten Ermittlungen, internationaler Vernetzung und technischer Weiterentwicklung. Mit diesen Massnahmen soll die innere Sicherheit nachhaltig gestärkt und die Schweiz vor weiteren Angriffen geschützt werden. Diese internationale Komponente spielt gerade auch bei der Verfolgung von Straftaten im Bereich der kriminellen Organisationen eine grosse Rolle. Dies zeigte sich etwa bei der Anklage gegen einen im Aargau wohnhaften italienischen Staatsbürger.

Die Grenzen der kriminellen Aktivitäten werden immer durchlässiger und betreffen vermehrt mehrere Bereiche der BA. Dieser Entwicklung trägt die BA Rechnung, indem sie ihre Organisation anpasste. Eine eigene Abteilung ist neu mit der Koordination unter den fallführenden Abteilungen betraut, was die Zusammenarbeit stärkt und die Ressourcen der BA noch gezielter priorisiert.

Mit dem Beschluss des Parlaments, den Personalbestand bei fedpol, namentlich der Bundeskriminalpolizei, über die nächsten Jahre kontinuierlich aufzustocken, setzt der Gesetzgeber ein wichtiges Zeichen im Kampf gegen schwere Kriminalität. Dies erlaubt der Strafverfolgung, der steigenden Zahl der Fälle und den immer komplexeren Herausforderungen der heutigen Strafverfolgung noch besser gerecht zu werden.

Der Tätigkeitsbericht 2025 der BA ist auf ihrer Website verfügbar (www.bundesanwaltschaft.ch).