Staatsbesuch von Präsident Béji Caïd Essebsi: Freundschaftsgruppe Schweiz - Tunesien gegründet

Bern, 19.02.2016 - Die Gründung einer schweizerisch-tunesischen Freundschaftsgruppe während des Staatsbesuchs von Präsident Béji Caïd Essebsi in der Schweiz ist Ausdruck der hervorragenden Beziehungen der beiden Länder. In Anwesenheit von Präsident Béji Caïd Essebsi und Bundespräsident Johann N. Schneider-Ammann wurde die Gruppe am Freitag lanciert. Weitere Programmpunkte des zweiten Tages rückten Fragen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und der Berufsbildung in den Mittelpunkt.

Der Bundespräsident und der tunesische Präsident kamen am Morgen für einen Austausch und einen Runden Tisch mit Vertretern der Schweizer und der tunesischen Wirtschaft zusammen. Teil nahm an diesen Veranstaltungen neben anderen auch ein Repräsentant des tunesischen Arbeitgeberverbandes für Industrie, Handel und Handwerk (UTICA); gemeinsam mit drei anderen Organisationen der Zivilgesellschaft wurde der Verband mit dem Friedensnobelpreis 2015 ausgezeichnet.

Ziel der Anlässe mit Vertretern unterschiedlicher Branchen war es, Potenziale auszuloten für zusätzlichen Schwung im wirtschaftlichen Austausch beider Länder. Tunesien ist der zehntwichtigste Handelspartner der Schweiz auf dem afrikanischen Kontinent. Das Gesamtvolumen der Handelsbeziehungen betrug 2014 rund 405 Millionen Franken.

In Ostermundigen besichtigten Bundespräsident Schneider-Ammann und Präsident Béji Caïd Essebsi anschliessend einen Betrieb der Firma Emmi; die Milchverarbeiterin ist über eine Tochtergesellschaft in Tunesien engagiert. Ein Rundgang mit Lernenden bot Anlass, die Bedeutung der Berufsbildung als Mittel gegen die Jugendarbeitslosigkeit zu thematisieren.

Alt Bundesrat Schmid präsidiert Freundschaftsgruppe
Auch die am Freitag gegründete Freundschaftsgruppe Schweiz-Tunesien nimmt sich Fragen der Berufsbildung an. Erstes grosses Ziel der Gruppe wird es sein, die Akteure dieser Sparte in beiden Ländern stärker in Kontakt miteinander zu bringen. Dabei soll geprüft werden, wie Elemente des Schweizer Systems der Berufsbildung zur wirtschaftlichen Entwicklung Tunesiens und damit auch zur Stärkung der Wirtschaftsbeziehungen des nordafrikanischen Landes mit der Schweiz beitragen können. Als Präsident der Freundschaftsgruppe amtiert alt Bundesrat Samuel Schmid, der in Tunesien hohes Ansehen geniesst, seit er 2005 an einer Konferenz in Tunis als Bundespräsident die mangelnde Meinungsäusserungsfreiheit unter dem damaligen Präsident Ben Ali kritisierte. Die Gruppe, die als Verein konstituiert ist und über Mitgliederbeiträge finanziert wird, will Netzwerke zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren schaffen und den Dialog zu politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Themen fördern.

Der Abschluss des Staatsbesuchs wurde am Mittag auf dem Landgut Lohn begangen.


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Letzte Änderung 21.12.2015

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