Exportrisikoversicherung SERV verzeichnet starke Nachfrage bei Grossgeschäften

Bern, 03.04.2019 - Der Bundesrat hat am 3. April 2019 den Geschäftsbericht 2018 der Schweizerischen Exportrisikoversicherung (SERV) genehmigt. Die vorgegebenen Ziele wurden praktisch alle erreicht. Bei Grossgeschäften ist eine starke Nachfrage zu verzeichnen.

Die SERV hat die inhaltlichen und unternehmensbezogenen Ziele grossmehrheitlich erreicht. Sie konnte die schweizerischen Exporteure mit innovativen Produkten gezielt unterstützen. Dabei hat sie die Grundsätze der schweizerischen Aussenpolitik und die völkerrechtlichen Verpflichtungen der Schweiz berücksichtigt und die Vorgabe der Eigenwirtschaftlichkeit eingehalten.

Weiter zu tun gibt hingegen beispielsweise die administrative Vereinfachung der Prozesse für KMU, die etwa zwei Drittel der 334 aktiven Kunden der SERV ausmachen. So wird in den kommenden Jahren die Ablösung der IT-Systeme nötig. Hier will die SERV auch administrativ vereinfachte Prüfverfahren oder eine Integration zusätzlicher Produkte und Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Finanzierung von kleinen Exportgeschäften in Erwägung ziehen.

Grösseres Versicherungsvolumen

Im Jahr 2018 stellte die SERV 934 Versicherungspolicen (VP) sowie grundsätzliche Versicherungszusagen aus. Das ist eine mehr als im Vorjahr. Beim Volumen der neu ausgestellten VP ist im Vergleich zu 2017 ein Anstieg von 84 Prozent auf 4027,7 Millionen Franken zu verzeichnen. Ein Jahr zuvor waren es 2183,1 Millionen Franken. Die Zunahme ist hauptsächlich auf die erhöhte Anzahl versicherter Grossgeschäfte im Infrastrukturbereich zurückzuführen. So konnte beispielsweise ein Gaskombi-Kraftwerk-Projekt in Brasilien («Porto de Sergipe») mit einer Käuferkreditversicherung im Umfang von umgerechnet 1 Milliarde Franken in Deckung genommen werden.

Der vom Bundesrat im vergangenen Dezember um 2 Milliarden auf 16 Milliarden Franken erhöhte Verpflichtungsrahmen war per Ende 2018 zu 71 Prozent ausgelastet. Die Erhöhung des Verpflichtungsrahmens ist auf eine steigende Nachfrage für Deckungen bei Grossprojekten zurückzuführen.

Die Nachfrage nach SERV-Deckungen ist breit diversifiziert und beinhaltet die Sektoren Stromerzeugung und ‑verteilung, Schienenfahrzeuge und Bahntechnologie, Maschinenbau, Ingenieurleistungen, Elektronik, Chemie und Pharma sowie auch Metallverarbeitung.

Hohe Exportdeckungsnachfrage aus dem Industriesektor

Im Maschinenbau, namentlich bei Textil-, Werkzeug- und Nahrungsmittelmaschinen sowie beim Bau von chemischen Anlagen, nahm das Engagement von 430,6 Millionen Franken im Vorjahr auf 1276,1 Millionen Franken auf rund das Dreifache zu. Eine fast ebenso starke Ausweitung der SERV-Deckungen gab es auch im Bereich Stromerzeugung und ‑verteilung, wo sich das Neuengagement von 519,0 Millionen Franken auf 1249,0 Millionen Franken mehr als verdoppelte.

Türkei 2018 an erster Stelle

Die Nachfrage nach SERV-Deckungen steigt bei höheren politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten in einem Land an. Das höchste Engagement nach Ländern wies die SERV mit 1,003 Milliarden Franken gegenüber der Türkei aus, gefolgt von Brasilien (CHF 879 Mio.) und Russland (CHF 849 Mio.). Die Deckungen für Geschäfte mit der Türkei betreffen beispielsweise Textilmaschinen. Bei Russland geht es um Stromerzeugung und ‑verteilung.

Die SERV ist ein wichtiger Pfeiler der schweizerischen Exportwirtschaft bei der Diversifikation in Wachstumsmärkte und bei Infrastrukturgrossprojekten. Ihr Angebot steht in Konkurrenz zu anderen staatlichen Exportkreditagenturen. Die SERV hält sich an das Subsidiaritätsprinzip

Die gesetzlichen Ziele der SERV sind die Erhaltung und die Schaffung von Arbeitsplätzen sowie die Förderung des Wirtschaftsstandortes Schweiz durch die Erleichterung der Teilnahme der schweizerischen Exportwirtschaft am internationalen Wettbewerb.


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Letzte Änderung 14.02.2019

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