Die G20-Landwirtschaftsministerinnen und minister wollen zusammenarbeiten

Bern, 21.04.2020 - Bundesrat Guy Parmelin hat am 21. April 2020 an der Sondersitzung der Landwirtschaftsministerinnen und minister der G20 zum Thema COVID-19 teilgenommen. Der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) betonte, wie wichtig es sei, den internationalen Handel mit Nahrungsmitteln und essenziellen landwirtschaftlichen Produktionsmitteln zu gewährleisten. Er rief die G20-Mitglieder ausserdem zu einer engeren multilateralen Zusammenarbeit auf, um die Nachhaltigkeit und Resilienz der Ernährungssysteme in künftigen Krisen sicherzustellen.

Am Dienstag, 21. April 2020, fand die Sondersitzung der G20-Landwirtschaftsministerinnen und ‑minister zum Thema COVID-19 und dessen Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit und die weltweite Ernährung statt. Saudi-Arabien, das dieses Jahr die G20-Präsidentschaft innehat, hat die Schweiz zur Teilnahme an dieser per Videokonferenz durchgeführten Sitzung eingeladen.

In seiner Rede betonte Bundesrat Guy Parmelin, dass nicht gerechtfertigte Massnahmen unbedingt vermieden werden müssen, insbesondere Exportbeschränkungen. «Diese Beschränkungen können sich massgeblich auf importabhängige Länder auswirken und einkommensschwachen Ländern stark schaden», erklärte der Bundesrat.

Der WBF-Vorsteher hob auch hervor, wie wichtig die multilaterale Zusammenarbeit ist. Er lud die an der Sitzung teilnehmenden Länder dazu ein, ihre Bemühungen zur Förderung von Best-Practices, Investitionen und Reformen zu intensivieren, um die Nachhaltigkeit und Resilienz der Agrar- und Ernährungssysteme zu verbessern. Ebenfalls angesprochen wurde die Bedeutung der Mobilität von Saisonarbeitskräften in der Landwirtschaft. Schliesslich bedankte sich Guy Parmelin bei den Landwirtinnen und Landwirten sowie bei allen in der Land- und Ernährungswirtschaft sowie im Vertrieb tätigen Personen.

Enge Zusammenarbeit der G20-Mitglieder

Zum Abschluss der Sitzung verpflichteten sich die G20-Mitglieder dazu, eng zusammenzuarbeiten und konkrete Massnahmen zur Gewährleistung der Ernährungssicherheit und der weltweiten Ernährung in dieser Krisenzeit zu treffen. Neben der Aufrechterhaltung des grenzüberschreitenden Verkehrs mit Nahrungsmitteln geht es vor allem darum, den Informationsaustausch über die Produktion von essenziellen Agrarprodukten und über deren Bestände zu fördern. Den Verlust und die Verschwendung von Lebensmitteln gilt es zu vermeiden und die Aufsichts- und Kontrollmechanismen im Zusammenhang mit Tierseuchen zu verbessern. Zudem müssen die Nachhaltigkeit und die Resilienz der Ernährungssysteme weltweit gestärkt werden.

Auf nationaler Ebene wollen die G20-Länder den Zugang zu Nahrung für alle garantieren, die Produzentinnen und Produzenten bei der Fortführung ihrer Tätigkeiten und der Sicherung ihrer Existenzgrundlage unterstützen und die Sicherheit sowie die Mobilität der Arbeitskräfte in der Landwirtschaft gewährleisten. Die G20 anerkennt die Bedeutung der internationalen Organisationen, namentlich der FAO, die im Hinblick auf die Förderung von Investitionen, Innovationen und der notwendigen Reformen eine Rolle spielen müssen.


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Letzte Änderung 14.02.2019

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