Schweizerische Exportrisikoversicherung: solides Resultat im Geschäftsjahr 2021

Bern, 06.04.2022 - Der Bundesrat hat am 6. April 2022 den Geschäftsbericht 2021 der Schweizerischen Exportrisikoversicherung (SERV) genehmigt. Die SERV verzeichnete einen Betriebsgewinn von 88,1 Millionen Franken. Sie bewährte sich einmal mehr als wichtige Stütze der Exportwirtschaft gerade auch in Krisenzeiten. 78 Prozent der SERV Kunden sind KMU. Die Volumina der versicherten Geschäfte bewegten sich 2021 zwischen 19'000 Franken und 264 Millionen Franken.

Der vom Bundesrat festgelegte Verpflichtungsrahmen von 14 Milliarden Franken war am Jahresende 2021 zu 71% ausgenutzt. Die neuen Versicherungsdeckungen zuzüglich «Grundsätzlichen Versicherungszusagen» (GV) der SERV stiegen von 3'802 Millionen im 2020 auf 4'647 Millionen Franken im 2021 an. Zurückzuführen ist der Anstieg auf eine höhere Nachfrage nach GV, welche die SERV ausstellt, damit die Exporteure bei laufenden Ausschreibungen eine wettbewerbsfähige Finanzierung anbieten können. Der Zuwachs bei den GV zeigt, dass sich die Exporteure im Jahr 2021 wieder verstärkt um Auslandaufträge bemüht haben. Dazu trägt auch die im April 2021 vom Bundesrat genehmigte Initiative zur Förderung des Zugangs zu grossen ausländischen Infrastrukturprojekten bei. Zusammen mit Verbänden und weiteren Partnern geht die SERV dabei aktiv auf ausländische Generalunternehmer zu, welche für die Beschaffung von Schweizer Produkten und Dienstleistungen in Frage kommen. Damit schafft sie gezielt Opportunitäten für Schweizer KMU-Exporteure.

Die grössten Engagements (Versicherungsdeckungen) wies die SERV Ende 2021 mit 782 Millionen in Russland auf, gefolgt von der Türkei mit 765 Millionen, Bangladesch mit 557 Millionen und Brasilien mit 552 Millionen Franken. Bezüglich der Branchen lag das Schwergewicht bei der Stromerzeugung & -verteilung mit 1'973 Millionen sowie dem Maschinenbau mit 1'675 Millionen Franken.

Die geleisteten Schadenzahlungen erreichten im Berichtsjahr 109 Millionen Franken (Vorjahr 83 Millionen). Aufgrund der Situation in der Ukraine ist absehbar, dass es bei Russland-Geschäften zu Schäden kommen wird, welche die SERV für die Geschäftsjahre ab 2022 beschäftigen werden. Nicht alle bei Kriegsausbruch bestehenden Policen werden zu vollständigen oder partiellen Schäden führen. Zunächst haben die Versicherungsnehmer und die SERV schadenmindernde Massnahmen zu ergreifen. Die letztlich für die SERV verbleibenden Schäden können noch nicht beziffert werden, erscheinen gemäss aktueller Einschätzung aber als tragbar. Das Eigenkapital der SERV betrug per Ende 2021 2'832 Millionen Franken.


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Letzte Änderung 14.02.2019

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